Krystian Marian Kolbe: (aus Bytom/Polen) ist ein in Berlin lebender Künstler, Fotograf und Designer. Unter dem Künstler Namen Krypton ist er seit den 1980er Jahren Teil der Berliner Avandgard- und Technoszene und prägte in den 1990er Jahren maßgeblich das unverwechselbare Erscheinungsbild der Techno-Bewegung als Grafiker und Videokünstler.
KARRIERE: Mit seinem Umzug nach Berlin tauchte Krypton ein in das West-Berliner Nachtleben und wurde rasch selbst ein Teil davon. Kolbe inszenierte gemeinsam mit künstlerischen Mitstreitern spektakuläre Performances und Konzerte ua. das Papier Ballett und das Messerstecherballett im SO36, im Tempodrom oder in der Kongresshalle.
Ende der 80er Jahre entwickelte sich im wiedervereinten Berlin allmählich die Techno-Szene, in der Kolbe von Anfang an seinen festen Platz hatte. 1989 entwarf er das Plakate für die ersten beiden Loveparade.
In der Folge kreierte Krypton unzählige Flyer und Plakate für Techno-Parties (Tresor, Dubmission, Bunker etc.), Plattencover (Tresor Records, MFB, K7,…) sowie Videoclips für Dr. Motte und das Techno-Label LowSpirit. Er prägte mit seinem unverwechselbaren Stil das grafische Corporate Identity der Techno-Bewegung. Bei den 3Lux-Techno-Video-Compilations wirkte Kolbe als Produzent und Co-Creator mit.
Ende der 1990er Jahre widmete er sich Tätigkeiten als Artdirector und Creativ Direktor bei Zeitschriften und Magazinen wie Prinz, Stadtmagazin [030], FokusMonay,…. und Fernsehsendern wie RTL in Köln. Agenturerfahrung sammelte er u.a. bei Dorland, Melle+Puffe, Rapp Collins, Icon Media Lab, Aperto in Berlin und Hamburg.
Er organisierte ferner diverse Messen und Austellungen wie zum Beispiel Monumenta, Technografika und fokusBerlin.
In den 2000er Jahren spezialisierte sich Kolbe mit seiner Agentur uStyle auf grafische Arbeiten auf Buch- und Katalogproduktionen für Galerien, Künstlern und Museen. Zudem gab er mit dem TAZ-Kulturredakteur Harald Fricke († 2012) das Kunstmagazin uSpot heraus.
Fotografie
Bereits vor seinem Studium arbeitete Krystian Kolbe als Fotograf für ein Stadtmagazin in Westdeutschland. Fotografien aus seinen Ausstellungen wurden vom documenta Archiv angekauft.
Anfang der 2000er-Jahre gab es eine Restart der Fotografie mit dem Buch- und Ausstellungsprojekt Mein Berlin. Die Ausstellung wurde später auch in NYC, Gallery 111 gezeigt.
Fotos aus diesem Projekt wurden von dem NH Hotel angekauft und Ausgestellt.
Während der Pandemie entstanden das Portrait- und Dokumentations-Buch unMasked. Eine Ausstellung in der Berliner Galerie Kunstwild folgte.
2020 organisierte Kolbe gemeinsam mit Marianne Kapfer die Ausstellung fokusBerlin zum 100-jährigen Jubiläum von Groß-Berlin im Kühlhaus Berlin.
Zu seinen aktuellen Arbeiten zählen die Projekte Art Heroes, Portraits der bekanntesten Berlin Künstler und Berlin U-Bahn Guide.
Zusammenfassung: Im Mittelpunkt seines fotografischen Schaffens steht Berlin: Menschen, Street Art und urbane Architektur. Dabei überschreitet seine Arbeit die Grenzen zwischen Dokumentation und künstlerischer Abstraktion.
Die Projekte erfolgen in Zusammenarbeit mit Kultur Gold e.V. | fokusBerlin
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Krystian Kolbe | Krypton
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D-10777 Berlin
krystian.kolbe{at}gmail.com
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